Das Wichtigste in Kürze
Das Google Unternehmensprofil (früher Google My Business) ist der kostenlose Eintrag Ihres Betriebs in Google Maps und in der Kartenanzeige der Suche. Für lokale Suchen wie „Elektriker in der Nähe“ entscheidet es oft, wer angerufen wird. Die größten Hebel sind die richtige Hauptkategorie, vollständige Angaben, echte Fotos und regelmäßige, ehrliche Bewertungen, zusammen mit einer Website, die dieselben Angaben bestätigt.
01Was ist das Google Unternehmensprofil?
Das Google Unternehmensprofil, auf Englisch Google Business Profile, ist der Eintrag, den Google zu einem Betrieb anzeigt: mit Name, Adresse, Öffnungszeiten, Telefonnummer, Fotos und Bewertungen. Bis 2021 hieß der Dienst Google My Business, viele nennen ihn bis heute so. Gemeint ist dasselbe.
Sie sehen das Profil an drei Stellen: in Google Maps, rechts neben den Suchergebnissen, wenn jemand nach Ihrem Firmennamen sucht, und in der Kartenanzeige mit drei Betrieben, die bei lokalen Suchen über den normalen Ergebnissen steht. Der Eintrag selbst ist kostenlos.
02Warum das Profil für lokale Betriebe so wichtig ist
Wer „Dachdecker Lübeck“ oder „Steuerberater in der Nähe“ sucht, entscheidet oft schon in der Kartenanzeige: Sterne, Entfernung, ein Klick auf „Anrufen“. Die Website wird dann erst im zweiten Schritt angesehen, wenn überhaupt.
Google nennt selbst drei Faktoren, nach denen es lokale Ergebnisse sortiert:
- Relevanz: Passt Ihr Profil zur Suche? Hier zählen Kategorie, Leistungen und Beschreibung.
- Entfernung: Wie weit ist Ihr Betrieb vom Suchenden oder vom genannten Ort entfernt?
- Bekanntheit: Wie bekannt ist Ihr Betrieb online? Bewertungen, Erwähnungen im Netz und Ihre Website fließen hier ein.
Auf die Entfernung haben Sie wenig Einfluss. Relevanz und Bekanntheit können Sie gezielt verbessern, und genau darum geht es in diesem Leitfaden.
03Google Unternehmensprofil erstellen: Schritt für Schritt
Das Anlegen dauert etwa eine Viertelstunde. Halten Sie Ihre Firmendaten genau so bereit, wie sie im Impressum stehen.
- Mit einem Google-Konto anmelden. Am besten mit einem Konto, das zum Betrieb gehört und nicht zu einer einzelnen Person, damit der Zugang bleibt, wenn jemand das Unternehmen verlässt.
- Profil anlegen. Über google.com/business den Eintrag erstellen oder einen vorhandenen Eintrag beanspruchen. Viele Betriebe haben bereits ein Profil, das Google automatisch angelegt hat.
- Firmenname eintragen, exakt wie im Impressum und auf dem Firmenschild, ohne zusätzliche Suchbegriffe.
- Hauptkategorie wählen. Die wichtigste Einstellung überhaupt. Sie sollte beschreiben, was Sie sind, nicht alles, was Sie tun, also „Elektriker“ statt „Handwerker“.
- Standort oder Einzugsgebiet festlegen. Empfangen Sie Kunden vor Ort, tragen Sie die Adresse ein. Fahren Sie zu Ihren Kunden, können Sie die Adresse ausblenden und stattdessen Orte und Regionen als Einzugsgebiet angeben.
- Telefon und Website hinterlegen. Dieselbe Nummer wie auf der Website, damit Google die Angaben eindeutig zuordnen kann.
- Profil bestätigen. Google prüft, ob der Betrieb wirklich Ihnen gehört. Je nach Fall per Video, Telefon, E-Mail oder Postkarte, die Methode schlägt Google vor. Erst nach der Bestätigung ist das Profil vollständig sichtbar und bearbeitbar.
04Profil optimieren: die Einstellungen, die den Unterschied machen
Ein angelegtes Profil ist noch kein gutes Profil. Diese Felder entscheiden darüber, für welche Suchen Sie erscheinen und ob jemand anruft:
| Feld | So machen Sie es richtig |
|---|---|
| Weitere Kategorien | Ergänzen Sie Kategorien für wichtige Nebenleistungen, aber nur, wenn Sie diese wirklich anbieten. |
| Leistungen | Jede Leistung einzeln mit kurzer Beschreibung, in den Worten Ihrer Kunden: „Badsanierung“, nicht „Sanitärdienstleistungen“. |
| Beschreibung | Bis zu 750 Zeichen: was Sie machen, für wen, wo und seit wann. Ohne Werbefloskeln, ohne Links. |
| Öffnungszeiten | Immer aktuell, inklusive Feiertagen und Betriebsferien. Falsche Zeiten kosten Vertrauen und Anrufe. |
| Fotos | Echte Bilder von Team, Fahrzeugen, Werkstatt und fertigen Projekten. Regelmäßig neue, statt einmal zehn. |
| Beiträge | Neue Projekte, Angebote oder Neuigkeiten als kurze Beiträge. Das zeigt, dass der Betrieb aktiv ist. |
| Website-Link | Auf die passende Seite verlinken, bei mehreren Standorten auf die jeweilige Standortseite. |
Ein Punkt, an dem viele Profile scheitern: Der Firmenname wird mit Suchbegriffen ergänzt, etwa „Müller Elektro – Elektriker Mölln günstig“. Das verstößt gegen die Richtlinien von Google und kann dazu führen, dass das Profil gesperrt wird.
Kundenstimmen im Video ansehen
05Google Bewertungen: so bekommen Sie mehr echte Rezensionen
Bewertungen sind für das Ranking in Google Maps und für die Entscheidung der Kunden gleich wichtig. Zufriedene Kunden schreiben aber selten von selbst eine Rezension. Sie müssen gefragt werden, und zwar zum richtigen Zeitpunkt:
- Direkt nach dem Erfolg fragen, bei der Abnahme, nach dem Termin, wenn der Kunde zufrieden ist.
- Den Weg kurz machen. Im Profil finden Sie einen Link, der direkt zum Bewertungsfenster führt. Als QR-Code auf Rechnung, Visitenkarte oder Flyer, in der Abschluss-E-Mail oder per WhatsApp.
- Auf jede Bewertung antworten, auch auf die positiven. Kurz, persönlich, mit Bezug auf das Projekt. Das lesen auch alle späteren Interessenten.
- Regelmäßig statt auf einen Schlag. Zwei neue Bewertungen pro Monat wirken natürlicher und aktueller als zwanzig an einem Tag.
Finger weg von gekauften Bewertungen und Gegenleistungen wie Rabatten für Sterne. Beides verstößt gegen die Richtlinien von Google, gefälschte Bewertungen werden entfernt, und im Wettbewerbsrecht sind sie ein Risiko. Echte Bewertungen von echten Kunden sind der einzige Weg, der dauerhaft funktioniert.
06Negative Google Bewertung: löschen oder antworten?
Eine schlechte Bewertung tut weh, ist aber selten das Ende. Interessenten schauen vor allem darauf, wie Sie reagieren. Entscheidend ist die Frage, ob die Bewertung gegen die Richtlinien von Google verstößt:
Melden, wenn …
… die Person nie Kunde war, die Bewertung beleidigend ist, offensichtlich gefälscht wirkt, von einem Mitbewerber stammt oder nichts mit Ihrem Betrieb zu tun hat. Dafür gibt es im Profil die Funktion „Bewertung melden“.
Antworten, wenn …
… es sich um echte, wenn auch unschöne Kritik handelt. Sachlich bleiben, sich für die Erfahrung bedanken, kurz Ihre Sicht schildern und einen direkten Kontakt anbieten. Nicht streiten, keine Kundendaten nennen.
Löschen kann eine Bewertung nur Google oder die Person, die sie geschrieben hat. Bei unwahren Tatsachenbehauptungen, die Ihrem Betrieb schaden, kann zusätzlich ein Anwalt helfen. Am wirksamsten gegen einzelne schlechte Bewertungen sind aber viele aktuelle gute.
07Unternehmensprofil und Website: zusammen am stärksten
Google gleicht Ihr Profil mit Ihrer Website ab. Je besser beide zusammenpassen, desto sicherer ist sich Google, dass Ihr Betrieb für eine Suche die richtige Antwort ist:
- Gleiche Angaben überall: Name, Adresse und Telefonnummer exakt gleich geschrieben, im Profil, auf der Website und in Verzeichnissen.
- Leistung und Ort auf der Website: eigene Seiten für wichtige Leistungen und Einsatzgebiete, damit die Website bestätigt, was im Profil steht.
- Google Bewertungen auf der Website einbinden: Echte Sterne und Stimmen auf der Startseite überzeugen auch Besucher, die nicht über Google Maps kommen.
- Schnell und mobil: Wer aus der Kartenanzeige auf Ihre Website klickt, ist fast immer am Handy unterwegs.
Wie das für eine Region aussieht, zeigen unsere Artikel zu Webdesign in Mölln, Lübeck und Hamburg. Für Handwerksbetriebe gibt es einen eigenen Leitfaden: Website für Handwerker. Ob Ihre Website technisch zu Ihrem Profil passt, zeigt der kostenlose Webseiten-Check.
08Die häufigsten Fehler im Google Unternehmensprofil
- Falsche Hauptkategorie. „Bauunternehmen“, obwohl die meisten Anfragen für Dachsanierung kommen sollen.
- Suchbegriffe im Firmennamen. Verstößt gegen die Richtlinien und gefährdet das ganze Profil.
- Mehrere Profile für einen Betrieb. Doppelte Einträge teilen Bewertungen auf und verwirren Google. Alte Einträge zusammenführen oder schließen lassen.
- Uneinheitliche Adresse. „Hauptstr. 5“ im Profil, „Hauptstraße 5a“ auf der Website, eine dritte Variante im Branchenbuch.
- Einmal angelegt, nie gepflegt. Alte Öffnungszeiten, Fotos von 2019, unbeantwortete Bewertungen.
- Kein Link auf die Website oder ein Link auf eine Seite, die am Handy nicht funktioniert.
Fazit
Das Google Unternehmensprofil ist der schnellste Weg zu mehr Anrufen aus der Region, und es kostet nichts außer etwas Pflege. Richtige Kategorie, vollständige Angaben, echte Fotos und ein steter Strom ehrlicher Bewertungen bringen Sie in der Kartenanzeige nach oben. Den Rest erledigt eine Website, die genau dasselbe sagt und Besucher in Anfragen verwandelt. Genau solche Websites bauen wir, abgestimmt auf Ihr Profil und mit SEO ab dem ersten Tag.










